Der Backofen steht im Sommer oft wochenlang still. Wenn im Herbst die erste Backsaison startet, zeigt sich, was in der Zwischenzeit gealtert ist. Eine kurze Kontrolle im September ist deutlich einfacher als eine Reparatur im Dezember.
In der Werkstatt in Balsthal folgt der Gerätezulauf jedes Jahr demselben Muster. Im Sommer melden sich vor allem Kühlgeräte und Waschmaschinen. Ab September kommen die Backöfen dazu, und zwar in Wellen. Der Grund ist einfach. Ein Gerät, das monatelang wenig gelaufen ist, wird plötzlich wieder täglich beansprucht. Dichtungen, Heizelemente und Elektronik zeigen dann, wie es um sie steht.
Wer diese Kontrolle vorzieht, gewinnt zwei Dinge. Erstens bleibt Zeit, falls ein Ersatzteil bestellt werden muss. Zweitens sind im Herbst die Termine für einen Serviceeinsatz besser verfügbar als in den Wochen vor Weihnachten.
Vier Punkte, die sich ohne Werkzeug prüfen lassen
01 Türdichtung
Mit dem Finger über das Gummi rund um die Tür fahren. Fühlt es sich hart, brüchig oder klebrig an, entweicht Hitze. Das Gebäck bräunt dann ungleichmässig und der Verbrauch steigt. Die Dichtung ist ein Verschleissteil und in der Regel einzeln ersetzbar.
02 Temperatur
Ein einfacher Test besteht darin, ein Backofenthermometer in die Mitte des Garraums zu stellen und mit der eingestellten Temperatur zu vergleichen. Weicht der Wert deutlich ab, liegt es häufig am Temperaturfühler oder an einem Heizelement.
03 Umluft und Beleuchtung
Läuft das Umluftgebläse ruhig oder schleift und rattert es. Funktioniert die Innenbeleuchtung. Beides sind kleine Bauteile mit grosser Wirkung im Alltag, und beide lassen sich meist unkompliziert tauschen.
04 Scharniere und Glas
Die Tür sollte in jeder Position halten und satt schliessen. Fällt sie zu oder steht sie einen Spalt offen, sind meist die Scharniere ausgeschlagen. Zwischen den Glasscheiben abgelagerter Schmutz ist ein Hinweis auf eine undichte Scheibendichtung.
Hinweis zur Pyrolyse
Geräte mit Pyrolyse reinigen sich selbst, indem der Garraum stark aufgeheizt wird. Rückstände zerfallen dabei zu Asche und lassen sich anschliessend auswischen. Vor dem Start gehören Bleche, Roste und Zubehör aus dem Garraum, sofern die Bedienungsanleitung des Geräts nichts anderes vorsieht. Das schont die Oberflächen. Ein Gerät ohne Pyrolyse wird am besten regelmässig und in kleinen Schritten gereinigt, weil eingebrannte Rückstände mit jeder Saison hartnäckiger werden.
Reparatur oder Ersatz
Diese Frage entscheidet sich an drei Punkten. Wie alt ist das Gerät, welches Bauteil ist betroffen, und ist das passende Ersatzteil noch lieferbar.
Bei einem Gerät, das noch nicht viele Jahre im Einsatz ist, lohnt sich die Reparatur meist klar. Türdichtungen, Heizelemente, Beleuchtung, Gebläse und Elektronikteile sind typische Verschleiss und Ersatzteile. Ein funktionierendes Gerät muss deswegen nicht entsorgt werden.
Anders sieht es aus, wenn bei einem sehr alten Gerät mehrere Bauteile gleichzeitig ausfallen, wenn der Garraum oder die Scharniere beschädigt sind oder wenn für das Modell keine Ersatzteile mehr erhältlich sind. In diesen Fällen ist ein Ersatz die ehrlichere Empfehlung. Entscheidend ist, dass diese Einschätzung vor dem Einsatz besprochen wird und nicht erst danach.
Was für den Serviceeinsatz hilfreich ist
- Die genaue Typenbezeichnung vom Typenschild, meist am Türrahmen oder an der Geräteseite. Ein Foto davon genügt.
- Eine kurze Beschreibung, wann das Problem auftritt. Nur bei Umluft, nur bei hohen Temperaturen, nur nach längerem Betrieb.
- Angezeigte Fehlercodes, falls das Gerät welche ausgibt.
- Der Hinweis, ob es sich um ein Einbaugerät handelt und wie zugänglich der Einbauort ist.
Mit diesen Angaben lässt sich häufig schon vorab einschätzen, welches Ersatzteil nötig ist. Das verkürzt den Einsatz und vermeidet einen zweiten Termin.
Backofen vor der Saison prüfen lassen
Haefeli Service ist in Balsthal, im Thal, im Gäu und in der Region Solothurn unterwegs. Termine für Kontrolle, Wartung und Reparatur lassen sich telefonisch, über WhatsApp oder per Mail vereinbaren.
Telefon und WhatsApp 062 391 03 65
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